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Klimaspuren
Die ewige Eiswelt unter den Folgen der Klimaveränderung. Deutlich zeichnet sich der Rückgang der Gletscher ab. Schnell und weiß – Europa droht eine plötzliche Eiszeit.
Um vor dem bevorstehenden Klima Kollaps zu warnen, begeben sich beide Abenteurer auf eine gewagte Reise in die Zukunft. Zum Mittelpunkt des neuesten, wissenschaftlichen Frost-Szenarios! Nach Grönland! Der moderne Eiszeit-Nomade reist mit Ski und Windsegel in das Landesinnere der Arktis, um gigantische Schmelzwasserströme aufzuspüren.

Finden diese ihren Weg in das Nord-Meer, könnte Europas „Zentralheizung“ ausfallen. Wie nah ist die Eiszeit? Die Probleme des Klimawandels sind heute überall sichtbar. Schon seit Jahrzehnten zeichnet sich ein massiver Rückgang der Gletscher weltweit ab. Die Wissenschaftler sind sich nicht einig. Ist die Klimaveränderung ein ganz normaler wiederkehrender Zyklus in der Klimageschichte der Erde? Klar ist, dass der Mensch einen entscheidenden Beitrag zur Klimaerwärmung beiträgt.

Kommt die große Klimakatastrophe? Wenn ja, wann kollabiert unser Klimasystem? Die Expedition geht dieser Frage auf die Spur!

Paul Koller und Florian Piper begeben sich auf eine Reise in die Ewige Eiswelt. Paul ist Handelsvertreter und Bergführer in einer Person, Florian Bergwanderführer und Produktmanager bei der AlpinSchule Innsbruck. Beide befinden sich im Hier und Jetzt. Ihr Vorhaben: die Arktis, das grönländische Inlandeis von Küste zu Küste mit Ski und Schlitten zu überqueren. In der Arktis herrschen Bedingungen, wie sie vielleicht künftig auch in Europa herrschen könnten. Das Ziel der Expedition ist das Landesinnere, wo riesige Töpfe mit Schmelzwasser vermutet werden. Drei Wochen lang, abseits jeglicher Zivilisation, werden beide unterwegs sein. Wie kann ein Mensch in der Arktis überleben?

Paul und Florian nehmen all diese Strapazen und Gefahren auf sich, um Erkenntnisse über das Schmelzwasser auf Grönlands Hochplateau und in den Gletscherrandbereichen zu gewinnen. Die Klimaerwärmung kocht hier das Eis in gigantischen Massen auf. Riesige Seen und teils unterirdische Süßwasserströme fressen sich durch den Gletscher, teils unüberwindbare Schmelzwasser Rinnsäle entstehen. Das Gewicht der Eisplatte drückt das Binnenland nach unten, deswegen hat Grönland die Form einer Schüssel. Am Rande schauen die Bergspitzen heraus, im Inneren liegt das Eis und schmilzt. Kann dieses Schmelzwasser die Küste erreichen? Dazu muss die Expedition in diesem Flüsse-Labyrinth auch große Umwege über zum Teil zerbrechliche Schneebrücken in Kauf nehmen. Ähnlich wie bei einem Staudammbruch könnte das Süßwasser schlagartig in den Nordatlantik brechen und für den Klima-Kollaps sorgen.

Die Erderwärmung sorgt für die eisige Zukunft. Klingt paradox, aber: Schmilzt das Eis über Grönland, strömt es ins Nord-Meer. Dadurch macht Europas „Zentralheizung" schlapp, die so genannte thermohaline Zirkulation. Dieses globale marine Förderband bringt ein Drittel der Wärme aus dem warmen Süden nach Europa und vor der Küste Grönlands liegt der Motor. Das grönländische Süßwasser kann diesen Heiz-Kreislauf zum Erliegen bringen. Wissenschaftler haben einen Temperatursturz um 20 Grad in Nordeuropa und um 5 bis 10 Grad in Deutschland voraus gesagt, sollte es zu einem „Dammbruch" in Grönland kommen. Wie nah wir an dieser Naturkatastrophe sind, gilt es herauszufinden.

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